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Nie mo¿emy tworzyæ idei, które bêd± ³±czyæ ludzi, je¶li stracimy kontakt z tym, jakie jest ich ¿ycie. Je¶li nie wiemy, jak uznaæ sposób, w jaki ludzie obserwuj± ¶wiat, odczuwaj± go i do¶wiadczaj±, nigdy nie bêdziemy w stanie pomóc im w uznaniu samych siebie albo zmianie ¶wiata na lepsze.
Marshall Berman, Przygody z marksizmem

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03.09.2007
Krytyka Polityczna [Politische Kritik]

Im Jahre 2002 haben wir die Zeitschrift „Krytyka Polityczna” [Politische Kritik] gegründet. Der Name der Zeitschrift knüpft an die „Krytyka” Wilhelm Feldmans aus der jungpolnischen (1) Zeit (in der u.a. Stanis³aw Brzozowski publiziert hat) und an die „Krytyka” aus dem sog. „Zweiten Umlauf” (2) an, die oppositionelle Texte von Schriftstellern und Publizisten veröffentlichte. Bis zum Februar 2012 sind inzwischen 29 thematische Hefte der KP erschienen (u.a. „Inteligencja (3)  –  ratlos oder tot?”, „Linke, Rechte, Vermischung der Sprache”, „Unser öffentliches Haus (4)”, „Du bist noch kein Populist?”, „Polens zwei Geschwindigkeiten”, „Die Zukunft beschreiben, die Vergangenheit schaffen”, „Lob des Antagonismus”).

„Krytyka Polityczna” ist eine Unternehmung für Kultur und Publikationen  –  eine Zeitschrift, die sich für öffentliche Fragen und Probleme in Polen engagiert. Neben Philosophie und politischer Publizistik nehmen Literatur und Literaturkritik, moderne Kunst sowie Theater einen wichtigen Raum in der Zeitschrift ein. Um die Zeitschrift herum versammelt sich ein Kreis von Menschen, die sich für den Aufbau einer linken Formation in Polen engagieren  – Studenten, Doktoranden, Publizisten, Literatur- und Theaterkritiker, Künstler und gesellschaftliche Aktivisten. Von Anfang an haben sich die mit der „Krytyka Polityczna” verbundenen Personen auch in den Mainstream-Medien zu Wort gemeldet, und so mit einer Unterschrift im Namen der Zeitschrift der unabhängigen linken Stimme in Bezug auf polnische öffentliche Fragen mehr Gewicht zu verleihen. Wir sind davon überzeugt, dass es keine Chance für linke Politik gibt, wenn nicht vorher ein linker Diskurs und ein gesellschaftliches Projekt in der Sphäre des öffentlichen Raums geschaffen werden.

Im Jahre 2006 wurde in Zusammenarbeit mit der Korporation Ha!art begonnen, an einer neuen Editionsreihe zu arbeiten  –  der Serie der „politischen Kritik“. Damit wird das Ziel verfolgt, in Polen die Ideen der wichtigsten Arbeiten aus Philosophie, politischer Soziologie, Kulturtheorie und Kunst in Umlauf zu bringen. In der Reihe werden Übersetzungen, Arbeiten von polnischen Autoren sowie wichtige Neuauflagen veröffentlicht. Dadurch soll eine intellektuelle Basis für alternative Bewegungen gebildet und neue kritische Diskurse in die polnischen öffentlichen Debatten eingebracht werden. Bisher sind u.a. erschienen: Die Revolution steht vor der Tür. Lenins Schriften von 1917 von Slavoj ®i¾ek, Zitternde Körper. Gespräche mit Künstlern von Artur ¯mijewski, Der Heilige Paulus von Alain Badiou. Geplant sind u.a. What’s the Matter with Kansas? von Thomas Frank, Bücher von Chantal Mouffe, Ernesto Laclau, Elizabeth Dunn sowie Judith Butler.

In dem Zeitraum von 2006 bis 2009 wurde von uns ein offenes Zentrum in Warschau betrieben, REDakcja [REDaktion]  –   ein Ort zum Gedankenaustausch, zur Diskussion und Präsentation künstlerischer Arbeiten sowie gesellschaftlicher und politischer Projekte. Neben den Redaktionsräumen, einem großen Saal für offene Treffen, Workshops, Filmvorführungen und Ausstellungen gab es ebenso Platz für den Verkauf und Vertrieb von Büchern und alternativen Zeitschriften.

Die REDaktion ist für uns ein Ort, an dem wir eines der wichtigsten ideellen Ziele des Umfelds der „Krytyka Polityczna” umsetzen, nämlich die Aufhebung der Grenzen zwischen den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Politik. Wir glauben daran, dass diese drei Bereiche durch ihre unterschiedlichen Ausdrucksmittel getrennt sind, sie jedoch ihr Einfluss auf das gesellschaftliche Leben eint. Wir machen Künstler offen für ein Denken in politischen Kategorien, und die am politischen Leben Teilhabenden ermutigen wir dazu, Kultur als gleichberechtigte Sprache zu betrachten, die darüber entscheidet, wie diese Gesellschaft aussieht.

Die Tätigkeit der REDaktion haben wir offiziell am 23. September 2006 mit einem Treffen unter dem Titel „Józef Pinior oder romantische Politik“ mit Józef Pinior, W³adys³aw Frasyniuk, Antoni Dudek und Piotr Najsztub (5) begonnen. Am 24. September fand die Premiere des Films von Agnieszka Arnold „Unabhängigkeit ohne Zensur” statt, dessen Held Karol Modzelewski ist. An der Diskussion nahmen neben der Regisseurin auch Andrzej Celiñski und Seweryn Blumsztajn teil. Beide Begegnungen leisteten ihren Beitrag zu den in Warschau organisierten Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Gründung des Komitet Obrony Robotników [Komitee zur Verteidigung der Arbeiter].

Während der drei Jahre wurden von uns rund 300 Veranstaltungen organisiert – literarische Diskussionen, Workshops, Filmvorführungen sowie Ausstellungen. Zu unseren Gästen zählen wichtige Akteure der gesellschaftlichen, politischen, literarischen und künstlerischen Szene, unter ihnen auch viele aus dem Ausland.

Das Lokal wurde auch anderen Gruppierungen zur Verfügung gestellt, die keine eigenen Räumlichkeiten haben. Die REDaktion wurde  u.a. von den „Grünen 2004“, der „Stiftung Tomek Byra“, „Ökologie und Kunst“, der „Schülerinitiative“, dem „Zentrum für Gesellschaftliche Gedanken Ferdinand Lassalle“, der Kampagne „Giertych (6) muß zurücktreten“, dem Wissenschaftlichen Kreis „Gender“ der Universität Warschau genutzt. Zur Teilnahme an den Debatten laden wir ein Spektrum von Funktionären sowohl der freiheitlichen Linken als auch der institutionellen Linken ein sowie Menschen, die nicht zur Linken gehören. Der Ort ist ebenfalls ein Punkt täglicher Treffen für die Gruppierungen und eine Basis für nach außen organisierte gesellschaftliche Aktionen geworden. Gleichzeitig arbeiten wir mit vielen Institutionen, Organisationen, informellen Gruppen und Gruppierungen zusammen, am engsten mit der Korporation Ha!art, TR Warschau und der Stiftung der Galerie Foksal. Unsere Partner sind außerdem der wissenschaftliche Verlag PWN und die Stefan-Batory-Stiftung, die unsere Tätigkeit organisatorisch und finanziell unterstützt.

Von Anfang an war unser Ziel, unsere Ideen auch außerhalb Warschaus zu verbreiten. Dank zahlreicher Aktivitäten in verschiedenen Städten konnten die Macher der Zeitschrift den Einfluss der KP auf Studenten, Doktoranden und andere Personen inzwischen auf ganz Polen ausweiten. In Reaktion auf ihre blitzartig wachsende Zahl sowie ihren Willen, aktiv zu werden, wurde beschlossen, die Zusammenarbeit zu formalisieren und eine Reihe von lokalen Zentren eingerichtet. Angefangen mit den Orten, an denen es bereits gut organisierte Strukturen gab, wurde seit 2007 in Zusammenarbeit mit den lokalen Gruppierungen Klubs der „Krytyka Polityczna” eingerichtet, die Debatten, gesellschaftliche Aktion und andere Aktivitäten organisieren. Inzwischen gibt es in 23 polnischen Städten Klubs von Krytyka Polityczna sowie auch außerhalb Polens in Kiew und London. In Berlin und Sankt Petersburg arbeiten wir zu Zeit am Aufbau einer Präsenz von Krytyka Polityczna.

Durch vielfältige Aktivitäten wollen wir bewirken, dass die Stimme der Linke nicht nur häufig in der öffentlichen Diskussion zu vernehmen ist, sondern auch Rechtskraft erhält und zu einer sichtbaren Veränderung der Machtverhältnisse führt. Dazu gehört auch, etwas über die im polnischen öffentlichen Diskurs angebotene Alternative „Gott oder die Marktwirtschaft” hinaus anzubieten. Wir verteidigen die Ansicht, dass die Quellen des Populismus in Polen darin zu suchen sind, dass es keine Kanäle (Parteien, Medien) gibt, in denen Anhängern des nichtliberalen Wirtschaftskurses und denjenigen, die durch den Transformationsprozess ausgeschlossen sind, eine Ausdrucksmöglichkeit gegeben ist. Den Kampf um den Diskurs betrachten wir gleichzeitig als politische Tätigkeit und Bedingung, linke Politik zu machen.
Im November 2009 wurde im Stadtzentrum von Warschau das Kulturzentrum „Nowy Wspania³y ¦wiat“ gegründet, das mit einem Kulturcafé ein Treffpunkt des künstlerischen und wissenschaftlichen Austauschs darstellt und in dem Filmvorführungen und Ausstellungen stattfinden. Im Erdgeschoss befinden sich eine Buchhandlung und der Raum für einen Großteil der künstlerischen Veranstaltungen wie Buchpremieren, Debatten, Filmfestivals und Konzerte. Im ersten Stock trifft sich die „Kritische Universität“ mit Seminaren und Vorlesungen herausragender polnischer und ausländischer Intellektueller.      

Über unsere Aktivitäten und Ereignisse berichten wir laufend auf der Internetseite www.krytykapolityczna.pl.

Wir laden zur Lektüre unserer Publikationen und zur Teilnahme an den Aktionen und Projekten ein!
Wir laden zur Zusammenarbeit ein!

Personelle Zusammensetzung
Chefredakteur: S³awomir Sierakowski
Chefin vom Dienst: Agata Szczê¶niak
Künstlerischer Redakteur: Artur ¯mijewski, Yael Bartana
Team: Agata Araszkiewicz, Micha³ Bilewicz, Katarzyna B³ahuta, Magdalena B³êdowska, Zygmunt Borawski, Micha³ Borucki, Jakub Bo¿ek, Marcin Cha³upka, Anna Delick (Sztokholm), Pawe³ Demirski, Karol Domañski, Kinga Dunin, Joanna Erbel, Katarzyna Fidos, Bartosz Fr±ckowiak, Maciej Gdula, Dorota G³a¿ewska, Katarzyna Górna, Agnieszka Graff, Agnieszka Grzybek, Izabela Jasiñska, Adam Jelonek, Ja¶ Kapela, Tomasz Kitliñski, Maria Klaman, Karolina Krasuska, Ma³gorzata Kowalska, Maciej Kropiwnicki, Patrycja Kulka, Julian Kuty³a, £ukasz Ku¼ma, Adam Leszczyñski, Jaros³aw Lipszyc, Magda Majewska, Jakub Majmurek, Adam Mazur, Dorota Mieszek, Kuba Mikurda, Bart³omiej Modzelewski, Pawe³ Mo¶cicki, Witold Mrozek, Maciej Nowak, Dorota Olko, Adam Ostolski, Joanna Ostrowska, Janusz Ostrowski, Tomasz Pi±tek, Konrad Pusto³a, Magda Raczyñska, Joanna Rajkowska, Przemys³aw Sadura, S³awomir Sierakowski, Jan Smoleñski, Andreas Stadler (Nowy Jork), Beata Stêpieñ, Kinga Stañczuk, Igor Stokfiszewski, Micha³ Sutowski, Micha³ Syska, Miko³aj Syska, Jakub Szafrañski, Agata Szczê¶niak, Kazimiera Szczuka, Barbara Szelewa, Jakub Szestowicki, Eliza Szybowicz, Magdalena ¦roda, Olga Tokarczuk, Krzysztof Tomasik, Joanna Tokarz, Justyna Turkowska, Karolina Walêcik, B³a¿ej Warkocki, Agnieszka Wi¶niewska, Katarzyna Wojciechowska, Dominika Wróblewska, Wawrzyniec Zakrzewski, Wojtek Zra³ek-Kossakowski, Artur ¯mijewski

Klubs von Krytyka Polityczna
Berlin: Katarzyna Fidos, Bia³ystok: £ukasz Ku¼ma, Bydgoszcz: Emilia Walczak, Micha³ Schmidt, Bytom: Stanis³aw Ruksza, Cieszyn: Joanna Wowrzeczka, Gniezno: Pawe³ Bartkowiak, Kamila Kasprzak, Jelenia Góra: Wojciech Wojciechowski, Kalisz: Anna Domagalska, Miko³aj Pancewicz, Katowice: £ukasz Moll, Kijów: Oleksij Radynski, Vasyl Cherepanyn, Konin: Bartek No¿ewski, Marcin Runowski, Kraków: Justyna Drath, Londyn: Szymon Grela, Lublin: Rafa³ Czekaj, £ód¼: Hanna Gill-Pi±tek, Martyna Dominiak, Opole: Borys Cymbrowski, Poznañ: Maciej Szlinder, Szczecin: Joanna Brewiñska, Toruñ: Monika Szlosek, Trójmiasto: Maria Klaman, Wroc³aw: Dawid Krawczyk

Herausgeber: Stowarzyszenie im. Stanis³awa Brzozowskiego [Stanis³aw Brzozowski – Verein]
Vorstand: S³awomir Sierakowski (Geschäftsführer), Maciej Gdula, Dorota G³a¿ewska, Agata Szczê¶niak

Kontakt:
Stowarzyszenie im. Stanis³awa Brzozowskiego
ul. Nowy ¦wiat 63, 00-042 Warszawa
Tel. (+48 22) 505 66 90, e-mail: Ten adres e-mail jest chroniony przed spamerami, musisz mieæ w³±czony Javascript, by go zobaczyæ
www.krytykapolityczna.pl

Wie laden dazu ein, unsere Aktivitäten zu unterstützen. Für die Hilfe bedanken wir uns im Voraus. Spenden können Sie auf folgendes Konto überweisen:
Empfänger: Stowarzyszenie im. Stanis³awa Brzozowskiego
Bank: Bank BISE S.A. IIIO/ Warszawa, ul. Dubois 5a, Warszawa
Konto-Nummer: PL 92 1370 1037 0000 1701 4446 9300
Überweisungszweck: „Darowizna na rzecz Stowarzyszenia im. Stanis³awa Brzozowskiego” [Spende für den Stanis³aw Brzozowski-Verein, aus banktechnischen Gründen bitte in Polnisch angeben. Danke]


(1) Jungpolen: Stilepoche der Moderne der polnischen Literatur und Kunst, zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg. In dieser Phase entwickelten sich in Polen neue literarische und künstlerische Tendenzen wie Dekadenz, Neoromantik, Symbolismus, Impressionismus und Sezession.

(2) „Zweiter Umlauf” bezeichnet die Untergrundliteratur (Bücher, Zeitschriften, Flugblätter) der Opposition in der Volkrepublik Polen, vor allem in den 70er und 80er Jahren.

(3) Soziale Schicht aller Gebildeten, auf Deutsch als „Intelligenzija“ oder auch „Intelligenz“ übersetzt.

(4) Anm. d. Übers.: Wortspiel: Ein öffentliches Haus ist im Polnischen ein „Freudenhaus”.

(5) Józef Pinior - bekannte Vertreter der Solidarno¶æ.

(6) Roman Giertych: Parteivorsitzender der nationalklerikalen Partei Liga Polnischer Familien, Bildungsminister (Mai 2006 - August 2007).
Aktualizacja    ( 16.02.2012 )
 
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