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Życzyłbym sobie, abyśmy w obecnym stuleciu potrafili w końcu połączyć wiedzę naukową i techniczną, rozwiniętą jak nigdy dotąd w historii, z umiejętnościami ludzkimi i politycznymi, które, jak na ironię, są najbardziej w historii zacofane. Dysponujemy wszystkimi środkami naukowymi, technicznymi i nawet finansowymi, aby wykorzenić biedę, głód, ciemnotę dotykającą co najmniej połowę mieszkańców naszej planety. Dlaczego tego nie robimy? Dlatego, że brakuje nam politycznej woli, połączenia pragnienia i działania, żeby to zrobić.

Carlos Fuentes (1928-2012), Contra Bush

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Bilanz einer bunten Kundgebung zum Tag der polnischen Unabhaengigkeit Drukuj
red.   
13.11.2011
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Da sind wir nur alle in mitten der ,Bunten Unabhängigkeit’. Sie ist nicht erst gestern entstanden. Sie dauerte über Jahrhunderte hinweg an, heute zeigt sie sich in ihrem neuen, schönen Gewand  - mit diesen Worten eröffnete die Literaturkritikerin und Mitglied der Krytyka Polityczna Kazimiera Szczuka die Kundgebung der „Bunten Unabhängigkeit”. In dieser bunten Unabhängigkeit sind wir alle freie Menschen. 

All jenen, die heute Angst davor hatten, hierherzukommen, weil sie Immigranten sind, weil ihnen die Ausweisung droht, weil sie nicht weiß sind, weil ihnen und ihren Kinder tagtäglich beleidigende Worte entgegengebracht werden und sie sich vor rechten Schlägertypen fürchten, wollen wir sagen: Die bunte Unabhängigkeit ist heute auch in eurem Namen hier zusammengekommen, für euch.

  

Die friedliche Kundgebung, die von Kazimiera Szczuka und dem Journalisten Mikołaj Lizut geleitet wurde, umfasste an die 2500 Teilnehmer, die zu der von Afrykasy Sun System gespielten Musik tanzten und feierten. In die ausgelassene Stimmung und zwischen den Melodien von „All You Need Is Love” von den Beatles oder Czesław Niemens „Dziwny jest ten świat” reihten sich auch Momente des patriotischen Pathos, so zum Beispiel als der ansässige „revolutionäre Amateurchor” in voller Inbrunst mit den Teilnehmern der Kundgebung die Melodie des Arbeiterliedes „Warszawianka 1905” anstimmen ließ und oder als das berühmte italienische Partisanenlied „Bella Ciao” gesungen wurde. Den Teilnehmern wurde ein buntes musikalisches Programm mit teils bekannten Persönlichkeiten (Tymon Tymanński) geboten.

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Gegen frostige Finger wurde reichlich Tee und Kaffee bereit gestellt, um die Kälte aus den Beinen zu treiben wurde dagegen ausgiebigst getanzt oder mit aufblasbaren Beachbällen beziehungsweise Hulla-Hoop Reifen gespielt. 

  

Immer wieder wurden von bekannten Persönlichkeiten, wie dem Sprecher der Gesellschaft polnischer Juden, Stanisław Krajewski, dem Philosophen Prof. Stanisław Obirek oder Prof. Małgorzata Fuszara vom Frauenkogress u.v.m., kurze Reden und Statements vorgetragen, die ihre Solidarität mit der Kundgebung, ihren Organisatoren und den dahinter stehenden Ansichten aussprachen. Unter den Teilnehmern der Kundgebung waren auch einige Mitglieder des Parlaments, u.a. Anna Grodzka (erste transsexuelle Abgeordente im polnischen Sejm, vertritt die linksliberale Palikot-Bewegung), Wanda Nowicka (Feministin, auch Palikot-Bewegung), Ryszard Kalisz (Mitglied des postkommunistischen sozialdemokratischen „Bündnis der Demokratischen Linken”) sowie Janusz Palikot selbst. 

  

Nur unweit von dieser friedlichen Veranstaltung entfernt, von Hundertschaften der Polizei abgegrenzt, kam es auf dem Platz der Verfassung zu regelrechten Schlachten zwischen Hunderten von Randalierern aus dem rechtsradikalen Lager, die einen bis dahin gänzlich ruhigen Unabhängigkeitsaufmarsch beendeten, der von der nationalradikalen Organisation ONR und der „Gesamtpolnischen Jugend” organisiert wurde. Mit Wasserwerfern,Tränengas und Gummigeschossen versuchte sich die Polizei gegen die angreifenden rechtsradikalen Unruhestifter zu wehren und Herr der Lage zu werden. Dabei wurden mehr als ein Duzend Polizisten verletzt und an die 200 Gewalttäter festgenommen. Unweit dieses Platzes wurden kurz darauf ein Übertragungswagen des polnischen Privatsenders TVN24 zum Teil in Brand gesetzt und ein weiteres Fahrzeug dieser Firma vollkommen demoliert. 

  

Diese traurigen Ereignisse und die dahinter stehende Gewalt und Ideologie verurteilen wir. Ebenso verurteilen wir die Gewaltanwendungen der Antifaschisten, die sich an diesem Tag zugetragen hat - auch wenn das Ausmaß dieser mit den der Rechtsradikalen kaum zu vergleichen ist. 

  

Krytyka Polityczna” hatte zu einer gewaltfreien Kundgebung eingeladen und wir haben nur an solchen friedlichen Veranstaltungen und Aktionen teilgenommen. Unter dem Banner der „Bunten Unabhängigkeit” haben wir ein Fest der Freiheit gefeiert, welches in einer ruhigen und ausgelassenen Atmosphäre stattfand. Damit haben wir eine friedfertige Blockade unterstützt. Wir haben nie Schläger aus dem Ausland eingeladen oder ihnen einen Grund gegeben, nach Warschau zu kommen, um hier für Gewalt und Unruhe zu sorgen. Ebenso haben wir nicht geplant, die gewaltbereiten ausländischen Gruppen in unserem Lokal („Nowy Wspaniały Świat”, polnisch für Schöne Neue Welt), einem Kulturzentrum, aufzunehmen. All dies geschah ohne unser Wissen und ohne unsere Zustimmung. Nach dem Einschreiten der Polizei haben die Demonstranten ohne weitere Vorkommnisse das Lokal verlassen. Vonseiten der Polizei wurden keinerlei Vorbehalte für rechtliche Schritte geäußert, für die die  ”Krytyka Polityczna” sich verantwortlich zeigen müsste.

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Aktualizacja    ( 14.11.2011 )
 
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